Sommer 1998 in den Rhône-Alpes. Die zehn Monate alte Anouk verschwindet spurlos aus dem Ferienhaus ihrer Eltern.
Zwanzig Jahre später trifft Luc Dubois, der Vater des verschwundenen Kindes, in einem Hotel im Schwarzwald unerwartet Isabelle, das damalige Kindermädchen der kleinen Anouk. Erinnerungen und Emotionen aus der ungeklärten Vergangenheit brechen in die Gegenwart ein und lassen die beiden nicht mehr los. In drei langen Nächten versuchen sie zu erklären, was damals in Frankreich geschah. Dabei stoßen sie auf überraschende Wahrheiten und auf alte und neue Lügen.
Der Roman ist eigentlich ein Psychothriller. Aber ein ganz leiser, subtiler, der ohne schrille Töne und reißerische Passagen auskommt. Die Autorin baut einen Spannungsbogen auf, der den Leser bis zur letzten Seite in Atem hält. Das mitreißend geschriebene Buch glänzt durch glaubwürdige Figuren, treffende Dialoge, eine überzeugende Dramaturgie und liebevolle, mit feinem Humor durchwirkte Milieuschilderungen. Und durch einen fulminanten Schluss. (Markgräfler Tagblatt)